schwirrende Gedanken

Führerschein Theorie? Beim zweiten Versuch? Check. Führerschein Praktisch? Durchgefallen.
Das ist meine Bilanz. Das erste Mal immer durchfallen. Ich bin ein Durchfaller. Den Spott von einigen Freunden, möchte ich mir gar nicht erst anhören. Deswegen: wehe wenn ihr es weiter sagt!
Eigentlich bin ich mit der Einstellung dahin gegangen, dass ich es nicht schaffe. Absolut keine Erwartungshaltung. Ich wusste, ich schaffe es nicht. Doch wenn ich es schon wusste, warum habe ich mich überhaupt für die Prüfung angemeldet? Bin ich etwa ein Masochist, der darauf steht öffentlich gedemütigt zu werden? Der es liebt, die Enttäuschung der Eltern in ihren Augen lesen zu können? Der es erregend findet, vom Prüfer und vom Fahrlehrer mit strafenden Blicken gemahnt zu werden? Bin ich etwa so eine Person? Meine Mutter sagt immer: ‚Wenn du dir etwas vornimmst, dann klappt das. Wünsch dir deinen Führerschein einfach und du wirst ihn bekommen.‘ Als pessimistischer Zyniker, konnte ich ihre naiven Worte nur belächeln aber steckte dort vielleicht doch ein bisschen Wahrheit drin? Weiterlesen

Tomaten

Jedesmal, wenn ich im Bus sitze oder die Straße entlang gehe und auf eine Person stoße, frage ich mich, wer sie ist. Was sie denkt. Was sie alles schon durchgemacht hat. Die alte Oma, die gerade ihre Lidl Einkäufe ins Auto packt und das meiste davon Katzenfutter ist, ist sie wohl einsam? Hat sie vielleicht nur Katzen weil ihr Mann an einer Krankheit gestorben ist? Tröstet sie sich mit der Katze weil sie selber keine eigenen Kinder hat und ihre einzige Familie ihr toter Mann war? Ist die Katze vielleicht so etwas wie ein neuer Halt, wie eine Aufgabe, wie ein neuer Grund um aus dem Bett aufzustehen? Soll ich vielleicht zu ihr rüber gehen und ihr Gesellschaft leisten und ihr ein bisschen ihre Einsamkeit nehmen? Oder mag sie die Katze vielleicht garnicht und passt nur auf sie auf während ihre Tochter mit ihrem Mann und deren Kindern im Urlaub sind? Weiterlesen

Was ist nur los?

Wisst ihr was ich nicht verstehe. Warum jeder erwartet, Teenager die 18 sind, müssten schon wissen wie das Leben läuft. Nein, liebe Leute, wissen wir nicht! Kein Stück. Bis vor einem Jahr, hat man uns noch wie kleine Kinder behandelt und jetzt erwatet man, dass wir wie durch Zauberhand uns in einen gebildeten Erwachsenen verwandeln? Wie denn? Von uns wird eine verdammte Menge erwatet. Und dennoch dürfen wir nur bis 1 Uhr raus gehen und wenn wir die Spülmaschine nicht ausräumen gibt’s Handyverbot. Ähm, Mutti, ich dachte ich wäre erwaschen? Lernt man in der Schule wie man ein Haus finanziert? Wie man Rechnungen bezahlt, Geld überweist, Strom bezahlt, Internet anschließt? Lernt man da irgendetwas, dass einen auf das „wirkliche“ Leben, außerhalb der Berufswelt, vorbereitet? Nein. Wieso nicht? Wieso schickt man uns so unvorbereitet in die große weite Welt? Wir müssen alles von alleine heraus finden und werden dann auch noch als Nichts nutz abgestempelt, wenn wir versagen. Und helfen? Nein. „Da mussten wir alle durch“.
Allgemein stimmt etwas mit unserem System nicht. Die einzigen, die überleben, sind die Besten. Und bis man einer der Besten wird, verliert man vorher alles. Der ganze Druck, der ganze Neid, alles zerrt an einen, bis man kaputt geht. Und genau das wollen alle. Denn somit heißt es, einer weniger. Lasset die Spiele beginnen!
Doch wie kann man sowas ändern? Jugendliche, die auf der Hauptschule waren sind automatisch dumm und Abiturienten haben sofort den Bogen raus. Nein, liebe Gesellschaft. So ist es nun mal nicht. Aber so wird es jedem beigebracht. Und da findet man auch schon direkt ein Problem, die Erziehung. Denn man als Eltern versagt, dann wird die nächste Generation auch versagen. Ich habe mal gehört, wie jemand gesagt hat, dass Atheisten scheiße sind. Auf die Frage warum sie es denn sein: „Hat mir meine Mama so gesagt“. Und was Mama sagt, dass wird oft garnicht erst hinter fragt und so beibehalten. Und so gehen die Fehler von Generation zu Generation über.
Doch das was wir brauchen, ist eine Aufklärung in Form einer wachrüttelnden Revolution.
Denn irgendwo und irgendwann wird es viel zu spät sein, um diese Welt noch zu retten. Eher gesagt, um unsere Menschlichkeit noch zu retten. Denn Menschlichkeit wird immer und immer weniger Beachtung geschenkt.

Schreie die niemand hört

Grauenhaftes ist uns zugestoßen. Wir wurden von Jägern zu gejagten.
Wir waren unschuldig. Doch ihr habt das Meer rot getränkt mit unserem Blut.
Wir haben geschrien. Doch ihr habt unsere Schreie verstummen lassen.
Einer nach dem anderen. Sie sind alle weg. Wo bin ich?
Ihr schlachtet uns. Wir wehren uns. Doch das dürfen wir nicht.
Immer ruhig bleiben. Tiefer und tiefer abtauchen, bis wir in der Dunkelheit Schutz finden.
Ich bin der letzte Orka. Ein elegnater Mörder wurde ich genannt. Ein Killer.
Doch ich wollte nur leben. Das hier, das hier was mein Platz.
Nun ist alles rot. Blutrot. Weiterlesen