Anders

Kennt ihr schon die ulkige Geschichte von der Freundschaft zwischen dem Bären und dem Wolf? Nein, es ist kein Grimm Märchen, dass eine versteckte Bedeutung hat. Es ist eine reale, ungewöhnliche Freundschaft zwischen zweier Individuen. Aber eine versteckte Bedeutung hat Sie dennoch.
Der Naturfotograf Lassi Rautiainen hat in der Wildnis Finnlands etwas entdeckt, was nicht gerade der Norm entspricht. Zwei Raubtiere, die normalerweise natürliche Feinde sind, haben in dem jeweils anderen, einen neuen Freund gefunden. Niemand weiß, wieso und warum ein Wolf sich nicht einem Wolfsrudel angeschlossen hat, sondern stattdessen einem Bären folgt. Niemand versteht die beiden, zwei Raubtiere, zwei Feinde, die zu Brüdern wurden.
Doch die Reaktionen auf das ungleiche Paar, sind gleich. Jeder ist fasziniert und beeindruckt von den beiden Wildtieren. Doch es ist mehr als das, die Natur zeigt uns, dass jeglicher Feind zu deinem Freund werden kann. Sie zeigt uns, dass es nicht von Bedeutung ist, wenn dass was du machst oder wen denjenigen den du magst, anders ist. Wenn andere der Meinung sind ‚hey, das passt doch nicht! Er ist nicht wie wir, du bist nicht wie Sie!‘. Wenn man meint, dass zwei Individuen nicht zusammen gehören, da sie zu unterschiedlich sind. Wenn es schon so viel Hass und Missverständnis auf der Welt gibt, dass sogar die Natur anfängt sich dagegen zu wehren.
Man kann natürlich noch viel mehr darin hinein interpretieren oder man könnte natürlich auch ganz logisch denken und einfach meinen, dass es nur ein Zufall ist, jedoch ist die Messages der beiden Raubtiere mehr als deutlich.
Ganz egal wer du bist, woher du kommst, was man von dir erwartet, es ist dir überlassen, wenn du als deinen Freund ansiehst.
Doch weshalb ist jeder von der Geschichte zwischen den zwei unterschiedlichen Individuen fasziniert, ist jedoch abgeneigt, diese Verhaltensweise, auch auf Menschen zu beziehen?

Advertisements

Märcholie der Unschuldigen – Teil 3

Amelies Zimmer war im zweiten Stockwerk am Ende des Flures, hoch genug um noch die Kaiserstadt zu erblicken und niedrig genug, um noch unverletzt aus dem Fenster springen zu können. Denn als Amelie ihr 10tes Lebensjahr erreicht hatte, wurde ihr zu Ehren eine große Feier gegeben. Doch komischerweise war Amelie diejenige, die am wenigstens Spaß hatte. Ihr war bewusst, dass ihre Geburtstagsfeier eine große Sache für ihre Familie war, es war die perfekte Gelegenheit die Kontakte aufzubessern und neue, gewinnbringende zu schließen. Ihr Vater und ihre Mutter ließen alle Adligen, die etwas zu sagen hatten und den Minister und seine Frau, einladen. So kam es dann, dass das Anwesen so prachtvoll geschmückt wurde wie nie zu vor. Es wurde so viel mit Diamanten und edlen Möbeln bestückt, dass man es gar nicht hätte wieder erkennen können, würde man es nicht jeden Tag sehen. Delikatesen aus der ganzen Welt wurden bestellt. Bunte Früchte, die Amelie noch nie zuvor gesehen hat. Nur das beste und teuerste. Denn es war natürlich nicht nur eine Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, auch war es eine Gelegenheit, den Anderen zu beweisen, wie wohlhabend die Beifongs wirklich waren. Es war eine Gelegenheit, ihre Macht zu demonstrieren und die argwöhnischen Kritiker verstummen zu lassen. Denn nicht all zu selten, versuchte man einen Putsch gegen die Familie von Amelie. Man wollte sie scheitern sehen, am Boden sehen. Man wollte ihren Platz einnehmen. Weiterlesen

I’m just human – Teil 1

Eifersucht – oder doch etwas anderes?

Bin ich es? Eine simple Frage, mit verständlichen Wörtern. Doch denoch verstehe ich die Frage nicht. Eher gesagt, verwirrt sie mich weil ich keine Antwort darauf finde. Heißt es nicht „Meins ist Meins“? Doch auf der anderen Seite, kann man eine Person nicht zu seinem Eigentum machen. Doch er möchte eine Antwort. Das ist doch auch berechtigt, eine Antwort auf seine eigene Frage möcht doch jeder, oder?
Nur ich weiß nicht, ob ich ihm ehrlich antworten kann. Denn kenne ich meine eigenen Gefühle so gut, dass ich weiß, wie ich wo reagieren würde? Weiterlesen

Tomaten

Jedesmal, wenn ich im Bus sitze oder die Straße entlang gehe und auf eine Person stoße, frage ich mich, wer sie ist. Was sie denkt. Was sie alles schon durchgemacht hat. Die alte Oma, die gerade ihre Lidl Einkäufe ins Auto packt und das meiste davon Katzenfutter ist, ist sie wohl einsam? Hat sie vielleicht nur Katzen weil ihr Mann an einer Krankheit gestorben ist? Tröstet sie sich mit der Katze weil sie selber keine eigenen Kinder hat und ihre einzige Familie ihr toter Mann war? Ist die Katze vielleicht so etwas wie ein neuer Halt, wie eine Aufgabe, wie ein neuer Grund um aus dem Bett aufzustehen? Soll ich vielleicht zu ihr rüber gehen und ihr Gesellschaft leisten und ihr ein bisschen ihre Einsamkeit nehmen? Oder mag sie die Katze vielleicht garnicht und passt nur auf sie auf während ihre Tochter mit ihrem Mann und deren Kindern im Urlaub sind? Weiterlesen

Och nö – nicht schon wieder so’n Liebespost!

Warum eigentlich? Was ist Liebe? Liebe ist ein Mix aus allen Gefühlen. Es kann das schönste und zugleich das schmerzhafteste Gefühl sein. Sich mit dem Grund warum wir lieben auseinander zu setzen, ist schwierig. Verdammt schwierig. Man will einfach verstehen, warum sich so viel darum dreht. Ist es der Urinstinkt, der uns dazu führt zu lieben, damit wir uns vermehren und somit unserer Rasse das Überleben sichern oder lieben wir nur weil wir jemanden brauchen, der uns lieben kann weil wir uns nicht selber lieben können? Ich weiß nicht wie es euch geht aber ich liebe mich selber nicht. Wie auch? Die Gesellschaft gibt mir jeden Tag mehr Gründe es nicht zu tun. Ich bin nicht dünn genug, ich bin nicht schlau genug, ich bin nicht talentiert genug, ich bin nicht beliebt genug. Ich bin nicht gut genug. Jeden Tag fressen diese Gedanken an einem und sind ein ständiger Begleiter unseres Alltags. Ist das der Grund warum wir lieben? Weil wir einfach nur die Bestätigung haben wollen, wenn auch nur für einen kleinen Moment, dass wir gut genug sind? Brauchen wir andere Menschen weil wir sonst vor lauter Selbstzweifel und Einsamkeit auseinander fallen würden? Ist Liebe also so etwas wie ein Werkezug, wie ein Kleber und klammern wir deswegen so feste daran weil wir ganz genau wissen, wie es ohne diesen Kleber wieder sein wird und wir nicht mehr dahin zurück wollen? Und sollte man überhahaupt lieben, wenn man einsam ist? Denn dann würde man doch nur jemanden lieben weil man jemanden braucht und man erwartet zu viel von einer Person, die dem niemals gerecht werden kann. Oder nicht? Brauchen wir Liebe, damit es uns dieses Etwas gibt? Diesen ganz gewissen Kick. Diese Aufregung, diese pure Freude. Sie gibt uns ein neues Universum und kann von da an entscheiden wie wir uns fühlen. Denn zu lieben heißt auch immer sich angreifbar zu machen. Wer liebt, macht sich komplett nackt und schutzlos gegenüber den anderen. Liebe kann einen auch zerstören. Es ist ein so starkes Gefühl, dass die meisten es unterschätzen. Doch sollte man bei Liebe vorsichtig sein? Sollte man nicht immer 120% geben? Und immer wieder erneut lieben? Geht das überhaupt? Denn ich habe das Gefühl, dass wenn eine Liebe kaputt geht, ein Teil von mir selber verschwindet. Genauso wie die Liebe, die langsam verschwindet, verschwindet nun auch der Teil von dir. Erneuert sich dieser Teil? Man verändert sich ständig weiter. Ich bin nicht mehr die Person, die ich gestern war. Ist ein neuer Teil nachgewachsen, um den Verlust, das Loch und den Schmerz, denn der Teil der gegangen und hinterlassen hat zu kompensieren? Dieser neue Teil, ist nun der Ersatz von etwas, dass mir jemand weggenommen hat. Und so passiert es immer wieder, dass Teile von mir einfach heraus gerissen werden, verschwinden und niemals wieder kommen. Und neue Teile wachsen nach. Stärker? Nein. Nur anders. Und darum bin ich auch nicht mehr die gleiche Person, die ich am Anfang war. Wie denn auch, mit Teilen die verschwinden und Teilen die nachwachsen? Liebe verändert einen. Und dagegen kann man nichts tun.

Was ich an dir liebe

Ich liebe an dir, dass du mir die Wahrheit sagst, auch wenn Ehrlichkeit schon altmodisch ist.
Ich liebe an dir, dass du mich beobachtest, wenn ich mir meine Schuhe zu binde.
Ich liebe an dir, dass immer wenn ich lache, du mit mir lachst. Das macht mich glücklich.
Ich liebe an dir, dass du mir die Sicherheit gibt’s, die andere mir genommen haben.
Ich liebe an dir, dass wir zusammen ein Geheimniss sind und nur wir sie kennen.
Ich liebe an dir, dass du extra kleinere Schritte machst, damit wir zusammen her laufen können.
Ich liebe an dir, wie du mir die Hemmungen nimmst und mich frei fühlen lässt.
Ich liebe an dir, dein Grübchen das entsteht, wenn du dich nach links drehst und charmant lächelst.
Ich liebe an dir, dass du mir meine Fehler sagst und mich zu Veränderung bringst.
Ich liebe an dir, dass du mich dazu bringst, meine Ansichten zu hinterfragen.
Ich liebe an dir, dass du mit mir die Weltherrschaft übernehmen wirst, wenn wir Superkräfte bekommen. Weiterlesen

Die Angst vor der Angst

Geht es allen so? Dass man manchmal so viel Angst vor der Angst hat, dass es einen verrückt macht?
Was ich damit meine? Nun ja, ich bin eine Person die ständig Angst hat. Nicht Angst vor etwas materiellem, nein, sondern die pure Angst zu versagen. Die Angst verlassen zu werden. Die Angst alleine zu sein. Hier hätten wir schon mal die Angst an sich aber wie kann man davor Angst haben? Ganz einfach: Indem dir etwas wunderschönes, etwas einzigartige, etwas, dass sich anfühlt als würde es glitzern, passiert. Doch das einzige woran man denken kann, ist seine Angst.

Weiterlesen