Treatment – Suizid (Szene 5)

Szene 5

Ende. Sie hat es sich überlegt. Nagut, überlegt kann man nicht sagen. Aber sie weiß, dass sie es heute tun wird. Sophie wird sterben. Selbstmord. Sie hat es einfach gefühlt, dass heute der Tag ist. Sie darf nicht denken. Sie darf nur fühlen. Denn wenn sie denkt, denkt sie an ihren Papa, der jetzt nicht nur seine Frau, sondern auch seine Tochter beerdigen darf. Wenn sie denkt, dann wird sie daran denken das ihr Papa alleine sein wird. Wenn sie denkt, dann wird sie weiterleben. Und das will sie nicht. Die Welt ist grauenhaft und nicht geeignet für ein Mädchen wie Sophie. Der Tod schon. Sie trägt ihn schon seid 2 Jahren mit sich rum. Es ist nicht so, dass sie nicht mehr will, dass sie faul ist. Sie ist einfach müde. Niemand weiß wie es ist, wenn alles ein Kampf ist. Wenn man zum aufstehen kämpfen muss, wenn man bei dem Blick in den Spiegel kämpfen muss. Es ist ein Kampf. Und er ist anstrengend. Er frisst dich von innen heraus auf und lässt nur eine leere Hülle übrig. Man ist nervlich am Ende. Man ist einfach nur müde. Und dieses mal, hat der Kampf ein Ende. Denn ES hat gewonnen. Engültig. Lange hatte sie es sich überlegt. Pulsadern aufschlitzen. Zu riskant. Es besteht immer noch die Chance, dass ihr Vater sie rechtzeitig finden würde. Sich erhängen erschien ihr ein bisschen zu altmodisch. Es sollte etwas schönes haben, etwas poetisches. So wollte sie ihr Ende haben. Und da fand sie ihre Antwort in schwarz, tragbar und im Nachtisch ihres Vaters liegend. Einen Revolver. Weiterlesen

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Treatment – Suizid Szene 4

Szene 4 (Monolog)

Ich habe mehr Schnitte als Freunde. Es hat angefangen mit Schnitten im Herzen, doch jetzt sind sie auf die Arme gewandert. Ich ritze mich weil ich das Monster in mir drin töten möchte. Ich möchte das es mit dem Blut aus mir raus fließt.
Doch das komische ist, ich fühle mich lebendig. Es ist ein Test um zu gucken, ob ich noch was fühle. Und es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich fühle mich so erleichtert. Es ist angenehm das Blut zu sehen, wie es aus deinem Körper rinnt. Ich hätte eigentlich gedacht es wäre schon verfault. Wie ich. Doch es ist das Gegenteil von mir. Es ist warm, lebendig. Es fließt. Und es fühlt sich gut an. Es ist das erstemal nach langer Zeit, das ich so etwas wie Zufriedenheit spüre. Ich bestimme. Ich bestimme wie tief der Schnitt ist, wo er ist. Und das fühlt sich gut an. Aber nur für einen Augenblick. Dann überkommt es dich wieder. Wie ein Welle wirst du wieder davon gerissen, in den Abgrund wo du Tod bist. Deswegen liebe ich es den Schmerz zu fühlen, die Wundern die noch nicht verheilt sind. Es ist einfach unbeschreiblich. Ich werde dann wieder lebendig. Weiterlesen

Treatment (Szene 2 + 3)

Szene 2
Zuhause. Ist das ihr Zuhause? Sie ist in ihrem Zimmer, dreht sich und lässt die Eindrücke an ihr vorbei huschen. ‘Zuhause..’ Ihr Zuhause ist das nicht. Das ist ein Haus mit vier Wänden und ein paar Fenstern. Mehr nicht. Aber Zuhause? Das war in Spanien! Wo papaíto auf sie gewartet hattte und ihre Katze auf der Mauer schlief. Wo sie eine orangene Hängematte zwischen zwei großen Kirschbäumen hatte. Wo sie das Gefühl von Geborgenheit, Liebe und Freude hatte. Wo sie sie war und wo sie am richtigen Platz war. Doch jetzt? Alles so kalt. Weiterlesen

Stranden auf einer einsamen Insel. Romantisch?!

Kein ernster Post. Nur ein bisschen Unfug, der mir gerade im Kopf herum spuckt.
Und zwar gibt es im Moment gefühlte 1000 Serien, wo Menschen plötzlich irgendwo „stranden“. Sei es aus dem Weltall auf die Erde (the 100) oder wortwörtlich auf einer einsamen Insel stranden. Und jeder ist so „ahhhh, romantisch!“ und ich bin so „ahhhh, bitte nicht!“ Den sein wir mal ernst, meine lieben Damen und Herren. Dieser ganze „auf einer einsamen Insel zu stranden, mit der Person die du liebst, wäre einfach nur wundervoll.“- Kram ist unfug, unrealistisch und unangenehm.
Wieso? Tja, liebe Ladys. Jetzt lass ich mal eure Blase platzen, in der ihr schwebt. Weiterlesen

Treatment

Habt ihr euch schon mal mit dem Thema Suizid auseinander gesetzt?
Ein schwieriges, tiefgründiges Thema. Wir mussten von der Schule aus einen 10 min Film über Suizid drehen und dazu ein Treatment schreiben.
Es hat viel ‚Spaß‘ gemacht weil man die Tiefe der Seele erforschen musste, um es wirklich authentisch rüber zu bringen. Gerade bei Menschen in meinem Alter, betrifft dieses Thema viele persönlich, da die meisten mit schweren Problemen kämpfen, die keiner sehen kann.
Ich fand eigentlich, dass unser Film gut gelungen war. (Gab ne fette 1 dafür, hehe)
Hier sind ein paar Szenen, die ich für den Film geschrieben hatte.
Falls ich irgendjemanden, mit der Darstellung des Themas zu nahe trate, schreibt es mir bitte direkt. Danke.

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