Märcholie der Unschuldigen – Teil 3

Amelies Zimmer war im zweiten Stockwerk am Ende des Flures, hoch genug um noch die Kaiserstadt zu erblicken und niedrig genug, um noch unverletzt aus dem Fenster springen zu können. Denn als Amelie ihr 10tes Lebensjahr erreicht hatte, wurde ihr zu Ehren eine große Feier gegeben. Doch komischerweise war Amelie diejenige, die am wenigstens Spaß hatte. Ihr war bewusst, dass ihre Geburtstagsfeier eine große Sache für ihre Familie war, es war die perfekte Gelegenheit die Kontakte aufzubessern und neue, gewinnbringende zu schließen. Ihr Vater und ihre Mutter ließen alle Adligen, die etwas zu sagen hatten und den Minister und seine Frau, einladen. So kam es dann, dass das Anwesen so prachtvoll geschmückt wurde wie nie zu vor. Es wurde so viel mit Diamanten und edlen Möbeln bestückt, dass man es gar nicht hätte wieder erkennen können, würde man es nicht jeden Tag sehen. Delikatesen aus der ganzen Welt wurden bestellt. Bunte Früchte, die Amelie noch nie zuvor gesehen hat. Nur das beste und teuerste. Denn es war natürlich nicht nur eine Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, auch war es eine Gelegenheit, den Anderen zu beweisen, wie wohlhabend die Beifongs wirklich waren. Es war eine Gelegenheit, ihre Macht zu demonstrieren und die argwöhnischen Kritiker verstummen zu lassen. Denn nicht all zu selten, versuchte man einen Putsch gegen die Familie von Amelie. Man wollte sie scheitern sehen, am Boden sehen. Man wollte ihren Platz einnehmen. Weiterlesen

das hellblaue Schaf (Teil 3)

Nun habt ihr schon mal einen kleinen Einblick, wie unser (über)Leben funktioniert. Doch unsere Geschichte hat gerade erst angefangen.
Ich heiße Nela. Lebe in der dritten Kolonie und bin so wie meine Vorfahren, ein Schaffer. Meine Mutter und mein Vater arbeiten beide zusammen für die weißen Räte als Berater und werden somit von den Räten als potenielle Gefahr angesehen, da sie in viele Geheimnisse miteingeweiht sind. Jedoch vertrauen meine Eltern der Regierung selbst nicht und haben mich, meine ältere Schwester Waris und meinen jüngeren Bruder Tova, zu starken Kämpfern erzogen. Wir wissen, dass wir uns anpassen müssen und das wir niemanden vertrauen dürfen, denn wenn wir vertrauen, dann sterben wir.
Unser Leben auf der Erde verdanken wir den Allas. Sozusagen Aliens, die seid 1000 Jahren auf der Erde leben und irgendetwas planen, wobei wir nur als Versuchskanninchen dienen. Sie verwandeln alle in ihre Marionetten, indem sie ihnen eine Serum verabreichen, dass in die Augen gespritzt wird. Danach wird jeder perfekt. Er bekommt weiße Augen und untersteht ganz alleine den Befhelen von den Allas. Eine eigene Meinung hat er nicht mehr.
Ich bin 18 Jahre alt und bin ein Stammesmitglied der Zerurahn. Ein Volk, dass hinter Mauern lebt, um sich zu schützen. Es besteht aus 9 Kolonien. Die Kolonien werden aufgeteilt in Begabungen, Fähigkeiten, Familie. In jeder Kolonie leben Menschen, die sich ähnlich sind. Die erste Kolonie hat den höchsten Rang. Die 9te den niedrigsten. Interaktionen zwischen hohen und niedrigen Rängen finden so gut wie nie statt, da die unteren Kolonien als Abschaum der Gesellschaft angesehen werden. Jede Kolonie ist der Kolonie, die über ihm steht, zugeordnet. So hat die 9te Kolonie nichts zu sagen und die erste Kolonie die Vollmacht. Die einzigen Kolonien, denen keiner untersteht, sind die 7te, 8te und 9te. Ihr Rang ist von keiner Bedeutung und somit haben sie kein Recht auf Untergordnete. Weiterlesen

Shapeshifter

Als ich hier her gezogen bin, hatte ich mir nicht viel erhofft. Es war eine kleine, abgelegene Stadt. Eden. Um sie herum wuchsen die mächtigsten Bäume, die ich bisher gesehen hatte. Dadurch, dass Eden von einem kleinen Urwald umgeben war, wirkte sie noch abgelegner als sonst. Auch wenn sie etwas mhystisches hatte, mit all ihren dunkelen, kleinen Plätzen, war es nichts für mich. Auch wenn ich die Abgeschiedenheit mochte (und auch bevorzugte), wollte ich lieber wieder zurück in mein süßes, kleines Zimmer in unserer süße, kleine Hochhaus- Wohnung mitten in der Stadt. Doch hier war ich nun. Weiterlesen