„Listen to the Kids, Bro!“

Kennt ihr Kanye? Jeder müsste ihn kennen oder? Weil er einfach Kanye ist. Sein Ego oder eher sein Selbstbewusstsein, ist unerbittlich und niemand kann ihm das auch nur ansatzweise wegnehmen. Kanye trotz allem. Weil er sich selbst liebt und nie aufhört größer und größer zu denken. Manchmal, zugegebener Maßen, liefert er aber wieder einen typischen ‚Kanye‘ ab und man haut sich kopfschüttelnd vor die Stirn. So ungefähr lief es ab, als er bei den VMA’s verkündet hat, dass er 2020 als Präsident kandidieren wird. Kanye fuckin West als Oberhaupt von Amerika. Soll man jetzt lachen? Dann wäre Kim Kardashian, die berühmt durch einen Porno wurde, die first Lady. Sagt das nicht schon viel über unsere Generation? Die pure Madness herrscht! Das Volk dreht durch. Überwiegend sind es die glücklichen Kinder, die zu kaputten Jugendlichen heran gewachsen sind. Die kaputte, verrückte, neue Generation. Deswegen ist es garnicht so abwägig, das Kim Kardashian als First Lady bald noch mehr gehypt werden könnte. Denn mal ehrlich, Kanye würde gewinnen. Einfach weil er Kanye ist. Und wir kaputt. Scheiß drauf. Wir wählen Kanye. Einfach weil es geil ist. Das Präsident nicht einfach nur ein mächtig klingender Titel ist, juckt uns nicht. Kein Stück. Wir wollen Kanye weil er einfach spinnt. Er dreht durch, hat Größenwahn und absoulut keine Ahnung von außenpolitische Beziehung. Genau wie wir. Die kaputten Kinder, mit den großen Träumen, die einfach irgendwie rebellieren wollen.
Wäre es denn gut, für das Volk, wenn Kanye Präsident wird? Weiterlesen

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„Still not asking for it“

„US-Rocksängerin Chrissie Hynde (63) hat für Äußerungen über Vergewaltigungsopfer Widerspruch und Empörung geerntet. Die Frontfrau der Band The Pretenders („I’ll Stand by You“) sagte in einem Interview des britischen „Sunday Times Magazine“, dass Frauen manchmal selbst schuld seien, wenn sie vergewaltigt würden: „Wenn ich in Unterwäsche herumlaufe und betrunken bin, wessen Schuld kann es sonst sein?“ Anlass der Bemerkung war eine Enthüllung in Hyndes neuer Autobiografie „Reckless“, wonach sie vor Jahren von einer Motorradgang zu sexuellen Handlungen gezwungen wurde.“
So. Erstmal sacken lassen.
Eine Frau, die selber vergewaltigt wurde, sagt, dass Frauen manchmal selber Schuld sein, an einer Vergewaltigung. Wahrscheinlich wurde ihr damals von anderen selber vorgeworfen, sie wäre schuld und sie hätte es verhindern können. Opfer machen sich selber Vorwürfe, anstatt den Täter wirklich als Täter zu sehen.
Das Statement: Die Opfer sind selber schuld.
Wieso? Weil sie sich zu freizügig anziehen und ihr Verhalten zu aufreizend ist.
Genau der gleichen Meinung war anscheinend auch ein Polizist, der Studentinnen gesagt hatte, wenn sie sich weiter so anziehen, brauchen sie sich nicht wundern, wenn sie vergewaltigt werden.
Einfach pure Fassungslosigkeit macht sich in mir breit. Man versucht uns Frauen, selber die Schuld an Vergewaltigungen zu geben. Und anscheinend funktioniert es auch, denn sehr viele misshandelte Frauen trauen sich nicht zur Polizei zu gehen weil sie sich erstens schämen und sich (Dank solchen Aussagen) selber die Schuld für die Vergewaltigung geben.
Und das geht jetzt an all die, die meinen wenn eine Frau freizügig angezogen ist, hätte man(n) das Recht, sich an ihr zur vergehen:
NEIN! Tausend mal nein. Nein, nein, nein, nein. Ganz egal, ob eine Frau Hot Pants trägt, Bauch frei ist oder komplett nackig durch die Straßen flitzt, sie will nicht vergewaltigt werden. Und nochmal alle zusammen: Ganz egal, wie eine Frau sich anzieht, dass ist kein Zeichen, keine Einladung, keine Bitte, vergewaltigt zu werden. Und es ist erst recht nicht ihre Schuld. Victim Blaming passiert heutzutage leider noch viel zu häufig, jedoch haben sich schon viele Frauen (und Männer) gegen dieses unmenschliche Verhalten und Beschuldigungen aufgelegt und demonstriert. Unter ihnen auch viele Vergewaltigungs Opfer. Viele von ihnen wurden damals nicht als Opfer (denn das ist man, wenn einem etwas angetan wird, gegen seinen Willen) angesehen, sondern als Schuld selber.
„Hätten Sie sich nicht so betrunken, hätte er sich nicht an ihnen vergangen.“
„Hätten Sie nicht so geflirtet, hätte er sie nicht aggressiv auf den Boden gepresst und ihnen den Mund zu gehalten, während er in sie eindrang.“
„Hätten Sie sich mal nicht so schlampig angezogen, hätten sie nicht verzweifelt und hilflos still geweint, während er sie vergewaltigt hatte.“
NEIN! Hätte er nicht so einen abaritgen Charakter, hätte er sie nicht vergewaltigt.
Hätte er mehr Anstand, mehr Würde, mehr Verständnis, mehr Humanität, mehr Respekt, mehr Liebe, mehr Stärke, hätte er sie nicht vergewaltigt.
Doch das Problem Vergewaltigung ist natürlich einfach zu lösen, wenn man den Opfern die Schuld gibt, anstatt dem wahren Übel auf dem Grund zu gehen. Und so passiert es, dass diese ‚Männer‘ sich noch nicht mal bewusst sind, dass was sie tun, nicht richtig ist. Sie denken, sie wären im Recht und ihr Opfer im Unrecht. Und so fängt dieser ganze Domino Effekt an.
Doch man beginnt sich zu wehren, wir beginnen uns zu wehren. Eine besondere Frau, die erfolgreich versucht gegen Victim Blaming vorzugehen, ist Amber Rose.

Go join her Slut Walk and make a Statement!

Tomaten

Jedesmal, wenn ich im Bus sitze oder die Straße entlang gehe und auf eine Person stoße, frage ich mich, wer sie ist. Was sie denkt. Was sie alles schon durchgemacht hat. Die alte Oma, die gerade ihre Lidl Einkäufe ins Auto packt und das meiste davon Katzenfutter ist, ist sie wohl einsam? Hat sie vielleicht nur Katzen weil ihr Mann an einer Krankheit gestorben ist? Tröstet sie sich mit der Katze weil sie selber keine eigenen Kinder hat und ihre einzige Familie ihr toter Mann war? Ist die Katze vielleicht so etwas wie ein neuer Halt, wie eine Aufgabe, wie ein neuer Grund um aus dem Bett aufzustehen? Soll ich vielleicht zu ihr rüber gehen und ihr Gesellschaft leisten und ihr ein bisschen ihre Einsamkeit nehmen? Oder mag sie die Katze vielleicht garnicht und passt nur auf sie auf während ihre Tochter mit ihrem Mann und deren Kindern im Urlaub sind? Weiterlesen

Black Beauty

Sie war es. Eine schwarze Schönheit. So dunkel und tief, dass sie jeden in ihren Bann zog.
Ich liebte sie, diese schwarze Schönheit.
Doch Liebe stand ihr nicht. Liebe nahm ihr die Dunkelheit und die Stärke.
Sie veränderte sich, sie wirkte schwacher.
Doch liebte ich sie noch, wenn sie schwach war?
Eine bedrohliche Aura umgab sie. Ein wenig Melanchoioe. Das passte zu ihr.
Niemand wusste, wie man sie ansprechen konnte. Wie man zu ihr durch dringen konnte.
Denn alles an ihr war einfach nur schwarz. Ihr Gesicht. Ihr Lachen. Ihre Lunge. Ihre Seele.
Diese tiefe Schwärze konnte niemand mehr bunt färben.
Jemand hatte sie so gemacht. Ihre Persönlichkeit verändern, so dass sie garnicht mehr wirklich da war.
Sie schwebte eher und war durchsichtig. Jeder sah sie nur keiner nahm sie war.
Doch ich liebte sie. Weiterlesen

Helden sterben jung

Erinnert ihr euch noch an diese Märchen? Wo der mutige Ritter den bösen Drachen besiegt hat und die Prinzessin rettete und für immer als glorreicher Held gefeiert wird? Ein Held. Ein Gegner. Ein Happy End.
Doch so läuft es leider nicht im wirklichem Leben. Den meistens nimmt das Leben des Heldens ein tragisches Ende. Wie auch in diesem Fall. Eine Geisel, eine Frau und ein Krieg.
Hierbei handelt es sich um Kayla Müller, die 26 Jährige Entwicklungshelferin die von der IS gefangen genommen wurde, doch es ist nichts neues, dass die IS Geisel nimmt. Was also macht Kayla Müller so besonders?
Mueller war im August 2013 in Syrien entführt worden, doch trotzdem schaffte sie es immer wieder einzelne Briefe an ihre Eltern zu schicken. Im Gegensatz zu anderen Geiseln, wurde Kalya nicht wirklich als Geisel gehalten, sondern eher wie ein Gast. In ihren Briefen stand, dass es ihr gut ginge und sie mit Respekt behandelt werden würde. Doch ob es wirklich so war oder ob es nur aufmunternde Worte von ihr an ihre Eltern waren, bleibt unklar.
Doch obwohl sie im Kriegsgebiet gefangen gehalten wurde, mehrmals vergewaltigt und gedemütigt wurde, verlor sie nie den Glauben an ihre Freiheit. Sie hat ihre ganze Kraft aus den Erinnerung an ihre Famile und an Gott genommmen und so jeden Tag weiter gekämpft und nie aufgegeben. Bis zum Schluss hoffte sie auf ihre Befreiung. Da wo die meisten Menschen verzweifeln und am Boden sind und am liebsten sterben möchten, stand Kalya immer wieder áuf und beweiste immer wieder zu welcher Stärke und Courage man fähig sein kann. Sie habe sogar immer sich selber geopfert, damit die IS Terroristen nicht andere Frauen vergwaltigten, sondern stattdessen sie. Weiterlesen

Was ist nur los?

Wisst ihr was ich nicht verstehe. Warum jeder erwartet, Teenager die 18 sind, müssten schon wissen wie das Leben läuft. Nein, liebe Leute, wissen wir nicht! Kein Stück. Bis vor einem Jahr, hat man uns noch wie kleine Kinder behandelt und jetzt erwatet man, dass wir wie durch Zauberhand uns in einen gebildeten Erwachsenen verwandeln? Wie denn? Von uns wird eine verdammte Menge erwatet. Und dennoch dürfen wir nur bis 1 Uhr raus gehen und wenn wir die Spülmaschine nicht ausräumen gibt’s Handyverbot. Ähm, Mutti, ich dachte ich wäre erwaschen? Lernt man in der Schule wie man ein Haus finanziert? Wie man Rechnungen bezahlt, Geld überweist, Strom bezahlt, Internet anschließt? Lernt man da irgendetwas, dass einen auf das „wirkliche“ Leben, außerhalb der Berufswelt, vorbereitet? Nein. Wieso nicht? Wieso schickt man uns so unvorbereitet in die große weite Welt? Wir müssen alles von alleine heraus finden und werden dann auch noch als Nichts nutz abgestempelt, wenn wir versagen. Und helfen? Nein. „Da mussten wir alle durch“.
Allgemein stimmt etwas mit unserem System nicht. Die einzigen, die überleben, sind die Besten. Und bis man einer der Besten wird, verliert man vorher alles. Der ganze Druck, der ganze Neid, alles zerrt an einen, bis man kaputt geht. Und genau das wollen alle. Denn somit heißt es, einer weniger. Lasset die Spiele beginnen!
Doch wie kann man sowas ändern? Jugendliche, die auf der Hauptschule waren sind automatisch dumm und Abiturienten haben sofort den Bogen raus. Nein, liebe Gesellschaft. So ist es nun mal nicht. Aber so wird es jedem beigebracht. Und da findet man auch schon direkt ein Problem, die Erziehung. Denn man als Eltern versagt, dann wird die nächste Generation auch versagen. Ich habe mal gehört, wie jemand gesagt hat, dass Atheisten scheiße sind. Auf die Frage warum sie es denn sein: „Hat mir meine Mama so gesagt“. Und was Mama sagt, dass wird oft garnicht erst hinter fragt und so beibehalten. Und so gehen die Fehler von Generation zu Generation über.
Doch das was wir brauchen, ist eine Aufklärung in Form einer wachrüttelnden Revolution.
Denn irgendwo und irgendwann wird es viel zu spät sein, um diese Welt noch zu retten. Eher gesagt, um unsere Menschlichkeit noch zu retten. Denn Menschlichkeit wird immer und immer weniger Beachtung geschenkt.

Was ist private Freiheit für mich

Dass man glücklich ist.
Dass ich draußen pupsen kann, ohne das man mich für eklig hält.
Dass ich auf der Straße zu meinem Ohrwurm mit singen und tanzen kann, ohne dass man mich für peinlich hält.
Dass ich oben ohne schwimmen gehen kann, ohne empörte Blicke zu ernten.
Dass ich mich so anziehen möchte, wie ich will, ohne Sprüche zu hören zu bekommen wie „Die will es.“ – Nein. Will ich nicht.
Dass ich sagen kann was ich möchte, ohne direkt verurteilt zu werden.
Dass der Lehrer nicht mehr sagt „Bitte 5 starke Jungs um Bücher zu holen.“
Dass nicht sofort jeder seine Fassung verliert, wenn man meinen BH Träger sieht.
Dass ich kurze Sachen anziehen kann ohne mich unwohl und verachtet zu fühlen.
Dass ich Band Tshirts tragen kann, ohne dass ich jeden Namen und jedes Album von der Band kenne. Dass ich einen Bikini tragen kann, ohne dass mich jeder auf Dehnungsstreifen anspricht.
Dass ich Sachen anziehen kann, ohne dass mir jemand sagt was für eine Mode Katastrophe ich doch wäre.
Dass ich meine Gefühle sagen kann, ohne Angst zu haben, der andere würde zurück schrecken.
Dass ich auch mal ungepflegt raus gehen kann, ohne gleich als „Mannsweib“ dargestellt zu werden.
Dass ich als Lieblingsfarbe pink haben kann, ohne dass ich gleich als „typisches Mädchen“ bezeichnet werde.
Dass ich Lebensmittel einkaufen gehen kann, ohne auf die Kalorien zu achten.
Dass ich mich für Fußball und Technik interessieren kann, ohne gleich weniger Frau zu sein.
Dass ich mich anvertrauen kann, ohne das Risiko auszulaufen bloßgestellt zu werden.
Dass ich nie wieder hören muss, wie jemand sagt „Stell dich nicht so an. Was bist du? Ein kleines Mädchen?“
Dass man mir einfach die Chance gibt zu wachsen und eigene Erfahrungen machen zu können.