Och nö – nicht schon wieder so’n Liebespost!

Warum eigentlich? Was ist Liebe? Liebe ist ein Mix aus allen Gefühlen. Es kann das schönste und zugleich das schmerzhafteste Gefühl sein. Sich mit dem Grund warum wir lieben auseinander zu setzen, ist schwierig. Verdammt schwierig. Man will einfach verstehen, warum sich so viel darum dreht. Ist es der Urinstinkt, der uns dazu führt zu lieben, damit wir uns vermehren und somit unserer Rasse das Überleben sichern oder lieben wir nur weil wir jemanden brauchen, der uns lieben kann weil wir uns nicht selber lieben können? Ich weiß nicht wie es euch geht aber ich liebe mich selber nicht. Wie auch? Die Gesellschaft gibt mir jeden Tag mehr Gründe es nicht zu tun. Ich bin nicht dünn genug, ich bin nicht schlau genug, ich bin nicht talentiert genug, ich bin nicht beliebt genug. Ich bin nicht gut genug. Jeden Tag fressen diese Gedanken an einem und sind ein ständiger Begleiter unseres Alltags. Ist das der Grund warum wir lieben? Weil wir einfach nur die Bestätigung haben wollen, wenn auch nur für einen kleinen Moment, dass wir gut genug sind? Brauchen wir andere Menschen weil wir sonst vor lauter Selbstzweifel und Einsamkeit auseinander fallen würden? Ist Liebe also so etwas wie ein Werkezug, wie ein Kleber und klammern wir deswegen so feste daran weil wir ganz genau wissen, wie es ohne diesen Kleber wieder sein wird und wir nicht mehr dahin zurück wollen? Und sollte man überhahaupt lieben, wenn man einsam ist? Denn dann würde man doch nur jemanden lieben weil man jemanden braucht und man erwartet zu viel von einer Person, die dem niemals gerecht werden kann. Oder nicht? Brauchen wir Liebe, damit es uns dieses Etwas gibt? Diesen ganz gewissen Kick. Diese Aufregung, diese pure Freude. Sie gibt uns ein neues Universum und kann von da an entscheiden wie wir uns fühlen. Denn zu lieben heißt auch immer sich angreifbar zu machen. Wer liebt, macht sich komplett nackt und schutzlos gegenüber den anderen. Liebe kann einen auch zerstören. Es ist ein so starkes Gefühl, dass die meisten es unterschätzen. Doch sollte man bei Liebe vorsichtig sein? Sollte man nicht immer 120% geben? Und immer wieder erneut lieben? Geht das überhaupt? Denn ich habe das Gefühl, dass wenn eine Liebe kaputt geht, ein Teil von mir selber verschwindet. Genauso wie die Liebe, die langsam verschwindet, verschwindet nun auch der Teil von dir. Erneuert sich dieser Teil? Man verändert sich ständig weiter. Ich bin nicht mehr die Person, die ich gestern war. Ist ein neuer Teil nachgewachsen, um den Verlust, das Loch und den Schmerz, denn der Teil der gegangen und hinterlassen hat zu kompensieren? Dieser neue Teil, ist nun der Ersatz von etwas, dass mir jemand weggenommen hat. Und so passiert es immer wieder, dass Teile von mir einfach heraus gerissen werden, verschwinden und niemals wieder kommen. Und neue Teile wachsen nach. Stärker? Nein. Nur anders. Und darum bin ich auch nicht mehr die gleiche Person, die ich am Anfang war. Wie denn auch, mit Teilen die verschwinden und Teilen die nachwachsen? Liebe verändert einen. Und dagegen kann man nichts tun.

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5 Gedanken zu “Och nö – nicht schon wieder so’n Liebespost!

  1. „Ich weiß nicht wie es euch geht aber ich liebe mich selber nicht. Wie auch? Die Gesellschaft gibt mir jeden Tag mehr Gründe es nicht zu tun. Ich bin nicht dünn genug, ich bin nicht schlau genug, ich bin nicht talentiert genug, ich bin nicht beliebt genug. Ich bin nicht gut genug.“
    Das trifft so sehr. Und das Schlimme daran ist, egal wie du bist, du bist beschissen. Bist du schlau, bist du ein verdammter Klugscheißer, bist nicht willkommen, ein Nerd, ein Außenseiter, sozial inkompetent und gefühllos. Bist du dumm, bist du ein Versager, aus dir wird nichts, deine Eltern sind nichts, aus deinen Kindern wird nichts. Dein Leben ist einfach völlig wertlos. Bist du irgendwas dazwischen…, bist du eben irgendwas dazwischen. Nicht schlau, nicht dumm, du hast einfach keine Besonderheiten und bist komplettes Mittelmaß. Ein normaler Mensch halt. Wie langweilig. Irgendwas findet man schon immer.

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    1. Du triffst es wie immer mal auf den Punkt. Es ist genauso und nicht anders. In kurz: Ganz egal was du machst, du machst es falscht. Auch wenn man mit sich selber zufrieden ist, kommen dann immer wieder andere die dir diese Zufriedenheit nehmen weil wer braucht den heutzutage schon Menschen die glücklich sind? Und selbst wenn man sich total anstrengt und alles gibt, es gibt immer einen der besser sein wird. Und auf Kreativität und Induvidualität wird sowie so kein Wert mehr gelegt. Ich meine, es sagt doch schon alles, wenn man für ein Bewerbungsgespräch die eigenen Stärken googlen muss. Die Wahrheit ist nämlich einfach, dass niemand weiß was seine Stärken sind oder wo man sich bei anderen unterscheidet, da man jahrelang nichts anderes gelernt hat, als sich der Masse anzupassen. Solange bis man selber ein Teil der Masse ist.

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