we are all

Sicherlich hat schon jeder über den Vorfall Cecil gehört. Ein Zahnartz und Hobby Großwild – Jäger hat in vergangenen Wochen einen der berühmtestestn Löwen erlegt. Die Rede ist von dem majestätischen Löwen Cecil, der als Nationalsymbol des afrikanischen Landes galt. Zahnarzt Walter Palmer (55) hat das majestätische Raubtier für den schnellen Kick und neue Trophäen für seine Sammlung geschossen, wird jetzt von afrikanischen und US-amerikanischen Behörden gesucht. Nicht nur, dass die große Wildkatze unter Naturschutz steht und auch im Nationalpark untergebracht war und somit das Töten dieses Tieres strengst verboten war, hat er Cecil mit Pfeil und Bogen angeschossen, verwundet eine ganze Nacht lang zurück gelassen, über 40km durch das trockene Land gehetzt, bis er ihm dann ‚endlich‘ getötet hatte. Danach wurden Kopf und Fell als Trophäe für diese glorreiche Tat mitgenommen. Es ist für mich unvorstellbar, wie jemand Adrenalin und Aufregeung beim quälen eines Tieres empfinden kann.
Natürlich sollen die Jäger nicht gewusst haben, dass Cecil unter Schutz stand und somit streng verboten ist. Aber wenn man die richtige Menge an Geld (in diesem Fall 50.000€) bezahlt, findet man schnell ein paar Leute, die bereit sind, die Regeln zu brechen. Mit einer ganz cleveren Idee, Cecil mit einem Köder aus dem Nationalpark zu locken, haben sie es geschafft, dass sie Cecil ungestört erlegen können. Sie sollen angeblich erst hinterher bemerkt haben, dass Cecil ein Halsband mit GPS trägt. Ziemlich komische Geschichten, oder?
Doch das finde ich eigentlich garnicht komisch. Sie versuchen nur, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen, die sich immer enger um ihren Hals schnürrt, denn es gab schon mehrere Petionen mit 1,5 Millionen Unterschriften. 1,5 Millionen Menschen wollen Gerechtigkeit für Cecil. Sie wollen Veränderung, strengere Regeln und ein Gesetztverbot für die Wildtier Jagd. Denn der Fall Cecil ist kein einzel Fall. Rund 50 000 Deutsche brechen jährlich zur Großwildjagd ins Ausland auf. Eine Großwildjagd kann man ganz offiziell bei Jagdreisebüros, Jagdmessen und im Internet buchen. Besonders beliebt sind bei Großwildjägern in Afrika die „Big Five“: Elefant, Nashorn, Löwe, Büffel und Leopard. Laut neuer Roter Liste (Juni 2015) ist der Löwenbestand in Afrika in 21 Jahren um 42 Prozent zurückgegangen. Es leben noch rund 36 000 Exemplare.
Warum? Warum ist es erlaubt, Tiere die vom Aussterben bedroht sind, zu jagen? Nur für den Kick? Nur für das Geld, dass die Veranstalter bekommen? Nur für die Befriedigung die diese sadistischen, narzisstischen Menschen bekommen? Warum?
Die Menschheit hat schon so vieles zerstört und getötet, dass sich nie wieder erholen wird/ kann. Wir sind Schuld an so vielen Umweltkatastrophen und am Aussterben wunderschöner Pflanzen-/ Tierarten. Warum also, greift die Regierung nicht strenger aus Großwild Jagd durch? Ist es wirklich wahr, dass Geld die Welt regiert? Ich will es nicht glauben, ich will immernoch an die guten Seiten der Menschen denken, doch dieses Thema lässt meine Hoffnung jedesmal auseinanderbrechen. Wie ein Spiegel in den man einen Stein wirft.
Okay, Kühe und Hühner sterben auch für uns, jedoch ist der Unterschied, dass diese Tierart nicht vom aussterben bedroht ist und in reichlicher Zahl (wie am Fließband) „nach produziert“ werden kann. Löwen nicht. Elefanten nicht. Kein Wildtier. Und das tragische an dem Tod von Cecil ist, dass sein Nachfolger, der Löwe, der jetzt das Rudel anführen wird, alle Löwebbabys töten wird und höchstwahrscheinlich auch ein oder zwei Löwinnen die ihre Babys beschützen wollen. Denn das ist der Lauf der Natur. Daran können wir nichts ändern.
Doch wir können ändern, dass sowas nie wieder vorkommt. Einen Löwen, einen Elefanten, ein Nashorn, etc zu erschissen, bringt einem zum überleben garnichts. Man isst weder das Fleisch, noch kann man das Fell gebrauchen. Es ist einfach nur eine Trophäe, für Menschen, die nie genug bekommen können und anthropozentrisch sind. Tiere leben nicht für uns, wir können nicht einfach tun und lassen was wir wollen nur weil wir „Menschen“ sind. Wir sind nur ein Teil dieser Erde. Nicht mehr und nicht weniger.
Es gibt zu wenig Wörter um dass ich ausdrücken könnte, wie viel Hass, Trauer und Verständnisslosigkeit dieses Ereignis in meinem Herzen hinterlassen hat.

Werdet Aktiv! Unterschreibt diese Petionen damit soetwas nie wieder vorkommt und stoppt die Trophäen Jagd!

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4 Gedanken zu “we are all

    1. Der liebe Herr ist ja untergetaucht, mit seiner Familie und seinen Millionen. Doch Simbabwe fördert nach unzähligen Aufrufen der Bürger jetzt endlich die Auslieferung des Verbrechers. Doch eine lange Strafe wird kaum auf ihn warten. Genau das gleiche hat er schon mal gemacht, mit einem Bären. Und wie viel seine Strafe aus? Ein Jahr auf Bewährung und 3000$ musster er zahlen. Lächerlich. Doch dieses mal ist der Schrei der Gerechtigkeit hoffentlich größer, als der des Geldes.

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