Shapeshifter

Als ich hier her gezogen bin, hatte ich mir nicht viel erhofft. Es war eine kleine, abgelegene Stadt. Eden. Um sie herum wuchsen die mächtigsten Bäume, die ich bisher gesehen hatte. Dadurch, dass Eden von einem kleinen Urwald umgeben war, wirkte sie noch abgelegner als sonst. Auch wenn sie etwas mhystisches hatte, mit all ihren dunkelen, kleinen Plätzen, war es nichts für mich. Auch wenn ich die Abgeschiedenheit mochte (und auch bevorzugte), wollte ich lieber wieder zurück in mein süßes, kleines Zimmer in unserer süße, kleine Hochhaus- Wohnung mitten in der Stadt. Doch hier war ich nun. Wohnte und arbeitete bei meinem Vater, der eine Bibliothek betrieb. Meine Mutter? Die hatte mich hierhin geschickt. Nach der Scheidung vor 11 Jahren, habe ich bei ihr in Aman gewohnt. Seit der Trennung, hatte ich meinen Vater nicht mehr gesehen. Ich weiß nicht mehr warum Sie sich scheiden ließen (falls man es überhaupt Scheidung nennen kann), ich weiß nur, dass meine Mutter mich eines Nachts weinend geweckt hatte und mir gesagt hat wir müssen verschwinden. Verschwinden von dieser Stadt. Sie hatte einen Ausdruck voller Angst. Angst das zu verlieren, wofür sie lebte. Und so sind haben wir ganze 72 Tage im Auto oder in billigen Motels gewohnt, bis wir (wie Mama es immer nennt) unsere “Zuflucht” gefunden hatten. Aman. Eine große Großstadt, mit blinkenden Lichtern und ulkigen Häusern wie es sie in Eden nicht gab. Im 7ten Stock wohnten wir. Das 7te Stockwerk. Damals wurde ich 7 Jahre alt und da wir eigentlich nichts hatten außer uns, durfte ich mir zum Geburtstag die Stockwerk aussuchen, wo wir wohnen werden. Es war nicht viel, eigentlich nichts, doch es machte glücklich. Das 7te Stockwerk wurde von da ein zu meinem Stockwerk. Ob ich meinen Vater nicht vermisst habe? Manchmal. Doch er war nie da. Damals wie heute nicht. Er war immer im Wald, in der Bibliothek oder bei den Shapeshifters. Eine Familie, wo ich früher glaubte, dass er sie lieber mochte als unsere. Denn er war immer dort. Und nie bei uns. Mama sagte immer, dass wir nicht mitgehen dürfen. Wieso nicht? – Es sei ein komische Familie und wir sollten uns besser von ihr fern halten, insbesondere ich.
Einmal hatte ich gesehen, wie der Älteste von den Shapeshifters mit meiner Mutter redete. Er sah ernst aus. Oder war es zornig? Er schien sie mit irgendetwas zu konfrontieren, was meine Mutter so sehr versunsicherte oder Angst machte, dass sie leichenblass auf die Knie sackte. Sie wirkte als hätte man ihr etwas weggenommen, etwas sehr wertvolles. Und sie konnte es nicht mehr finden. Sie wirkte, als hätte man ihr ihre Sicherheit weggenommen. In der Nacht darauf verschwanden wir. Vor 4 Monaten verschwand auch meine Mutter. Spurlos. Hatte sie mich so verlassen, wie wir damals Vater verlassen hatten? Den einzigen Hinweis den sie mir hinterließ, war ein kleiner handgeschriebener Text auf ihrem Lieblingsbriefpapier. Sie riet mir nach Eden zu gehen, zu meinem Vater. Und jetzt bin ich hier. An dem Ort, den ich vor 11 Jahren verlassen hatte und arbeite für meinen Vater, den ich vor 11 Jahren verlassen hatte. Ich bin 18 Jahre alt, heiße Ena, was soviel heißt wie “Diejenige”. Ich bin diejenige, die die Geheimnisse die meine Mutter in sich trug aufdecken wird. Ich bin diejenige, die meine Mutter retten wird. Doch was hat es mit dieser Stadt auf sich? Warum hat meine Mutter mit mir Eden verlassen, um mich nun wieder an diesen Ort zurück zu schicken?
Und was haben die Shapeshifters damit zu tun?

Falls euch meine erste Story gefallen hat, guckt mal bei CrazyBooks vorbei! Dort bin ih seit kurzem sozusagen „Aushilfe“ und veröffentliche meine Geschichte „Shapeshifters“.

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