Zukunft, liebe Zukunft.

Was soll ich werden?

Genau mit dieser Frage beschäftige ich mich schon seid ungefähr drei Jahren und habe immernoch keine Antwort darauf gefunden. Zuerst war es Opernsängerin (…ich weiß…), dann hat es immer hin und her gewechselt. Letztendlich habe ich mich dann für ein Abitur mit der Fachrichtung ‚Mediengestaltung‘ entschieden, ich fand das wäre eigentlich das richtige für mich! Kreativ war ich schon immer und die Vorstellung in einer Werbeagentur zu arbeiten und zu Meetings zu gehen war schon sehr verlockend. Doch schon im Abitur habe ich gemerkt, dass es nicht wirklich was für mich ist. Ich meine, es ist Okay. Aber nicht das, was ich mein Leben lang tun möchte. Oder doch? Doch während der Schulzeit habe ich meine Liebe zur Mathematik und zur englischen Sprache endeckt und dachte, dass ich darauf vielleicht aufbauen könnte und als Lehrerin arbeiten kann. Doch irgendwie will ich mehr. Ich möchte nach Afrika reisen und Weisenkinder unterrichten, in einem Kinderheim arbeiten und an Wild-Life Progammen teilnehmen und helfen, Tiere zu schützen, die vor dem aussterben bedroht sind. Ich möchte eine Mutter für Kinder sein, die keine haben. Ich möchte die Erde retten, denn sie bedeutet leben. Ich möchte Archäologin werden und verstecke Gehmeinisse der Geschichte aufdecken. Ich möchte beweisen, dass Jesus eine farbige Frau ist. Ich möchte Politikerin werden und die Gesetze neu schreiben und Kriege stoppen. Ich möchte Journalistin werden und die Denkweise der Gesellschaft revolutionieren. Ich möchte mich für die einsetzen, deren Stimme nicht gehört wird. Ich möchte die Welt verändern und sie retten. Doch wie, liebe Freunde, wie werde ich eine Heldin?
Die Berufsberatung hat mir dabei sehr wenig geholfen. Danke nochmal dafür. Gibt es denn wirklich keinen Beruf der alles vereint? Welcher Beruf passt zu mir und ermöglicht mir gleichzeitig meine Träume zu erreichen? Und abgesehen von diesem ganzen Ich-rette-die-Welt Kram, verdient man als Heldin überhaupt was? Kann man sich dadurch ein Leben aufbauen? Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Ich habe hohe Ziele, doch ich habe Angst sie nicht zu erreichen. Ich weiß nicht wie. Und immer wieder höre ich die Stimme in meinem Kopf „Du bist nicht gut genug. Du denkst du könntest was verändern? Du denkst du könntest Doktorin oder Präsidentin werden? Das ich nicht lache. Du bist zu schlecht. Du wirst ein trauriges Leben führen weil du dich für das falsche entscheidest, dein Leben lang wirst du einen Job haben, der dich unglücklich macht“. Diese Angst, Ungewissheit, Selbstzweifel stoppen mich um mutig zu sein, einfach mal etwas zu sagen. Den jedesmal wenn ich mich für etwas entscheide, zweifel ich wieder direkt an mir und an meiner Entscheidung und bin somit nicht mit vollem Herzen dabei und (wie es schon meine Gedanken vorhergesagt haben) versage.
Tja… ein Teufelskreis. Dazu kommt noch, dass jeder seinen Input hinzugibt. Jeder denkt er wisse wer du bist, was du kannst und was nicht. Sie schubsen dich in eine Richtung, die du dir selber nicht ausgewählt hast und es ist verdammt schwierig, doch noch seinen eigenen, einzigartigen Weg zu finden.
Ich weiß nicht woran es liegt, dass ich so unvorbeireitet auf das Leben bin. Ist es meine Schuld, die Schuld meiner Eltern, des Staates oder der Schule? Ich meine, wie soll ich mit 18 Jahren wissen, was ich mit 40 noch machen möchte? Ich bin nicht erwachsen. Ich bin gerade frisch aus der Schule raus und stehe vor so großen Entscheidungen, wie ich sie noch nie hatte. Was ist richtig und was ist falsch? Wie lebe ich ein Leben? Etwas so wichtiges, so notwendiges, wird einem nicht beigebracht. Aber hey, wenigstens weiß ich wie man eine Inhaltsangabe schreibt. Das wird mich definitiv retten. Das Wissen, eine Inhaltsangabe zu schreiben. Wow…
Im Moment schwanke ich zwischen zwei Varianten.
Erstens: Journalistin. Und für National Geographic/ WWF oder PETA arbeiten. Doch dafür muss ich gut sein. Verdammt gut. Ich muss die beste sein.
Zweitens: Lehrerin. Ich kann Kinder unterrichten und mich so ausweiten, dass ich sogar im Kinderheim arbeiten und ins Ausland gehen kann, um dort bedürftige Schule zu unterstützen.
Und diese Ungewisseheit gepaart mit Planlosigkeit ist überall. Die meisten machen eine Ausbildung, fangen einen Job an, studieren etwas, was einem eigentlich keinen Spaß macht. Aber aus Angst in der Gesellschaft unter zu gehen, nimmt man alles an. Um zu überleben.
Etwas muss sich ändern. Wir müssen uns ändern!

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2 Gedanken zu “Zukunft, liebe Zukunft.

  1. Du sprichst mir aus der Seele… auch ich bin mein leben lang schon auf der suche… hab dennoch den standardweg mit studium usw.durchgezogen… alles bravurös bestanden… aber ich bin totunglücklich damit… deswegen muss wieder eine veränderung her…ich bin nicht dazu gemacht ein leben lang das selbe zu tun… viell.gibts viele die das möchten… aber ich brauch ab und an einmal was neues….

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    1. Genau! Es sollte wirklich immer die Möglichkeiten geben, mehrere Sachen auszuprobieren zu können. Nur um etwas anderes zu machen, muss man erst wieder ganz von vorne anfangen… Bin sowieso nicht der größte Fan von unserem Bildungssystem, auch wenn es eines der besten ist, sollte es viel individueller gestaltet werden und einen viel mehr auf später vorbereiten.

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